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Die vielen Gesichter des Heiligen Abends

Wie feiern Sie eigentlich das Weihnachtsfest heute, und wie war es damals, als Sie noch selbst ein Kind waren? Wir haben einmal genauer nachgefragt, was das Fest für

bestimmte Personengruppen bedeutet und sind dabei im Detail auf große Unterschiede gestoßen.



Fangen wir in der Nachkriegszeit an und

arbeiten uns chronologisch bis heute vor.

Die erste Erzählung beginnt zu dieser Zeit auf einem Bauernhof zwischen Stöcken und Gannerwinkel:

Das junge Mädchen füttert wie jeden Morgen die Tiere. Es ist für die Ferkel, Kälbchen und eine Gans zuständig. Es ist der 23. Dezember und die gute Stube schon seit Tagen abgeschlossen. Gestern Abend zeigte die Mutter auf das Abendrot und sagte: „Schau mal, der Weihnachtsmann backt schon Kekse.“ Seither kann sie es kaum mehr aushalten. Doch zwei Mal muss sie noch morgens die Tiere vom Bauern füttern, bei dem die Eltern als Tagelöhner arbeiten. Denn die Geschenke liegen immer erst am 25. Dezember unter dem mit Keksen und bunten Kugeln geschmückten Weihnachtsbaum. Ob der Wunsch von der Puppe mit Klappaugen und echten Haaren wohl dieses Jahr in Erfüllung geht? Vielleicht friert ja auch die Ise wieder zu, so wie letztes Jahr. Dann kann sie noch einmal die Schlittschuhe, die sie vom Bauern geschenkt bekommen hat, anziehen und auf dem Fluss fahren.


Ein altes Ehepaar auf einem familienbetrieblich geführten, heute stillgelegten Bauernhof:

„Wir zwei, meine Maus und ich, feiern Weihnachten schon immer in unserer guten

Stube. Ein gutes Essen, meist Gänsebraten und Klöße mit Rotkohl und Soße - das

gönnen wir uns. Schon immer kommt eine selbstgeschlagene Tanne aus dem eigenen Wald ins Haus. Ein gekaufter Baum hat das Haus noch nie von innen gesehen.“ Das Anheizen der guten Stube weckt bei dem ehemaligen Bauer Kindheitserinnerungen. Noch heute erinnert er sich gerne an die Gemütlichkeit und

die tollen Geschenke. Einmal bekam der junge Bub einen Hamburger Teddybären vom Dom. Zwei Mal größer als er selbst. An diese Freude erinnert sich der Senior lachend zurück, als wir nach dem schönsten Weihnachtsgeschenk aus der Kindheit fragen! Die eingeladene Verwandtschaft kam auch nicht alle Tage, womit die gemeinsame Familienzeit ebenfalls etwas Besonderes war. Auch an die Weihnachtspost von fernen Angehörigen kann er sich noch gut erinnern. Es war immer, als tauchte er in eine ferne Welt ein, wenn der Karton geöffnet wurde.


Weihnachtsgedanken eines Patchwork- Familienvaters 2019:

Dieses Jahr feiern wir alle gemeinsam bei meiner Frau und mir im neuen Haus. Ich

bin gespannt, ob wir alle zwölf an unserem neuen Esstisch Platz finden. Zum Glück habe ich schon alle Geschenke beisammen, auch für meine Frau. Auch wenn sie sagte, dass wir uns nichts mehr schenken müssen, zwei gemeinsame und je ein angeheiratetes Kind seien schon Geschenke genug. Denke ich da an die vielen Geschenke, wird mir jetzt schon ganz anders. Wie soll ich die nur alle in der kurzen Zeit, in der die Anderen in der Kirche sind, unter den Baum quetschen?

Nichts desto trotz fühle ich mich dieses Jahr gut vorbereitet. Wie jedes Jahr und trotzdem endet es meist im Chaos. Ich bin gespannt auf meine Ex-Frau. Hoffentlich benimmt sie sich und mokiert sich nicht wie damals über das Weihnachtsessen: Kartoffelsalat mit Würstchen. Am meisten freue ich mich auf die Zeit nach Weihnachten, wenn wieder Ruhe einkehrt.

Ach du Schreck – hatte ich eigentlich schon den Weihnachtsmann für Heilig Abend gebucht?

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